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Nach Greg. Tur. hist. ist Gundoik Nachkomme des Athanarich (P21503). Er tritt erstmals 455 mit seinem Bruder Chilperich I. (P21770) in Spanien als Bundesgenosse der Westgoten unter Theoderich II. (+ 466) auf. Als Verbündeter der Westgoten wird ihm erlaubt, in Gallien zu siedeln, wo er Lyon zu seinem Herrschaftssitz macht. Er heiratet die Schwester des Ricimer (+ 472), welcher ihn zum Magister militium Galliarum macht. Obwohl Arianer, unterhält er Verbindungen zum Papst (vgl. Gundoik (Gundowechus). LMA 10, 1989, 1791-1792. Gundiocus. PLRE 2, 1980, 523-524).
Dass Gundiok erst um 470 verstorben sein soll, konnte J. Favrod schlüssig widerlegen; demnach kann Gundiok spätestens 467 verstorben sein (Favrod, Histoire 1997, 245).
(Vgl. auch zu weiterer Literatur Stüber, Bischof 2019 (online), 82, Fn. 200) |